Am Samstagnachmittag, den 6. September 2025, lud der Verein „Kürten für Demokratie und Vielfalt e.V.“ zu einer Podiumsdiskussion ins Bürgerhaus Kürten ein. Die Veranstaltung diente als Auftakt zur heißen Phase des Kommunalwahlkampfs – und bot den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, die Kandidaten und Parteien im direkten Gespräch zu erleben.
Im Foyer des Bürgerhauses präsentierten sich die demokratischen Parteien CDU, SPD, FDP, FW/BfB und Bündnis 90/Die Grünen mit Informationsständen in ihren typischen Farben. Kleine Giveaways sollten die Aufmerksamkeit der Besucher wecken. Ein besonderes Highlight kam von der Regionalgruppe OMAS gegen RECHTS: Sie hatten ein liebevoll gestaltetes Nussbuffet vorbereitet. Der Veranstalter stellte zudem kostenlose Getränke bereit.

Allerdings blieb der Besucherandrang überschaubar. Parallel lockte das große Ortsteilfest in Bechen sowie weitere Veranstaltungen in der Region zahlreiche Menschen an. Dennoch fanden sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, um den Wortwechsel auf dem Podium zu verfolgen.
Auf der Bühne standen die Bürgermeisterkandidaten Mario Bredow (parteilos) und Sascha Pechbrenner (SPD) sowie die Parteivertreter Michael Becker (FDP), Michele Monreal (FW/BfB), Gerhard von Werthern (SPD), Lena Behnke (CDU) und Michael Hardt (Grüne). Moderiert wurde die Diskussion von Leo Wulf, der die Debatte gemeinsam mit seinem Team gut strukturiert leitete.

Das Konzept: Den Parteien wurden per Los Fragen zu unterschiedlichen Themen zugeteilt, die sie in kurzer Zeit beantworten mussten. Im Anschluss konnten die übrigen Podiumsteilnehmer reagieren und Gegenpositionen einbringen. Für die Bürgermeisterkandidaten gab es gesonderte Fragen zum Amt und dessen Herausforderungen.

Obwohl die Diskussion überwiegend sachlich und von Einigkeit geprägt war, entzündeten sich an einzelnen Themen deutlich spürbare Kontroversen. Besonders die Kostenexplosion bei der Sanierung der Gesamtschule sorgte für angeregte Debatten. Während Schuldzuweisungen ausblieben, bestand Einigkeit darin, dass ein 100-Millionen-Euro-Projekt eine enorme Belastung für eine kleine Kommune wie Kürten darstellt – zumal die Arbeit ehrenamtlich tätiger Kommunalpolitiker solche Großprojekte kaum auffangen könne.
Ein interaktives Element ergänzte die Diskussion: Per Online-Voting wurde zu Beginn und in der Pause die aktuelle Stimmung unter den Besuchern abgefragt. Dabei zeigte sich, dass viele Gäste anfangs noch unsicher in ihrer Wahlentscheidung waren, sich diese jedoch nach der Debatte teilweise gefestigt hatte.

Der Verein „Kürten für Demokratie und Vielfalt e.V.“ zog am Ende eine positive Bilanz. Trotz der Konkurrenz durch andere Veranstaltungen habe sich das Bürgerhaus für die Anwesenden als Ort lebendiger Demokratie erwiesen. „Es war eine gelungene Veranstaltung für alle, die sich informieren wollten, wer sie in der kommenden Wahlperiode vertreten soll“, hieß es im Fazit der Organisatoren.